Markgrafschaften und Reichsstädte
Karte_Balamar.png
Verteilung_Einwohner.png

Einwohnerverteilung

Das Königreich Balamar ist auf oberster Verwaltungsebene in sieben Markgrafschaften, drei Reichsstädte, die Königsstadt und autonome Gebiete unterteilt. Die Markgrafschaften werden von einem Markgrafen regiert, und besitzen durch den König und Reichsgesetze eingeschränkte Souveränität. Sie sind ihrerseits in Lehen, vom Rittergut bis zum Fürstentum, und Freistädte unterteilt.

Markgrafschaften

Die Markgrafschaften sind die höchste Stufe des Lehnswesens Balamars, und allen Lehen übergeordnet. Sie selbst sind keine Lehen, sondern haben eher den Charakter abhängiger Reiche im Reich. Anders als autonome Gebiete sind sie dem Reichsgesetz unterworfen und besitzen keine Autonomie. Sie werden von Markgrafen regiert, die innerhalb der Grenzen der Reichsgesetze und dem Wort des Königs Souveränität besitzen, aber keine Diplomatie mit dem Ausland betreiben dürfen. Die Lehnsherren innerhalb der Markgrafschaften bilden einen Herrscherrat, der zwar keine Entscheidungen fällen darf, aber vom Markgraf Rechenschaft fordern, und beim König, Beschwerden gegen den Markgraf vorbringen kann.

Fernien

Wappen_Fernien.png

Wappen Ferniens

Fernien ist eine große, und mit über 1 Millionen Einwohnern die zweit-bevölkerungsreichste Markgrafschaft Balamars. Sie hat mehr Einwohner, als alle vier westlichen Markgrafschaften zusammen. Fernien reicht von Elros bis zur südlichen Grenze, und nimmt nach Osten hin das Land südlich des Elori bis zur Grenze an die östliche Einöde ein. Dadurch, daß die wichtigsten Grenzübergänge und Straßenkreuzungen in Fernien liegen, sorgt allein die Wirtschaft um den Verkehr für einen nicht unerheblichen Teil der gesamten Wirtschaftskraft Ferniens. Dazu kommt die Landwirtschaft in den fruchtbaren Gebieten entlang des Anur und weiter im Osten der Markgrafschaft.

Das Klima in Fernien ist für Balamar relativ mild und gestattet den Anbau von Obst im Süden. Die Farnhügel, die den östlichen Süden Ferniens einnehmen werden von der einzigen nennenswerten Halblingpopulation Balamars bewohnt, die dort Ackerbau betreiben und ein geruhsames, abgeschiedenes Leben führen. Der Norden ist fruchtbar und besteht aus Wäldern, die sich mit Wiesen und Feldern abwechseln.

Fernien wird von der Familie von Eschenbach regiert, die den Sitz ihres Stammhauses in der Burg Eschenbach, etwas westlich des Zentrums der Markgrafschaft, haben. Die Familie von Eschenbach hat zahlreiche Zweige die fast den gesamten Adel Ferniens ausmachen, wenngleich die meisten Adelsfamilien nur entfernt mit dem Stammhaus verwandt sind. Durch ihre zahlreichen Mitglieder ist die Familie auch außerhalb Ferniens stark vertreten, sei es als Beamte, Offiziere oder bei der Kirche und der Klinge. Trotz allem, und obwohl viele Königinnen Eschenbachs sind, hat sie es nicht vermocht, einen König zu stellen.

Geistbach

Wappen_Geistbach.png

Wappen Geistbachs

Die flächenmäßig, und mit fast 1,4 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Markgrafschaft ist Geistbach, ehemals Landberg. Sie reicht von den Mittenbergen bis in das Nordrandgebirge, an die Ränder der Eiswüste, und im Osten bis an den Elori und das Barbarenprotektorat. Die Gegend um den Anur ist bis hoch in den Norden und bis zum Elori fruchtbar und dicht besiedelt, und die Haupteinnahmequelle Geistbachs. In den Mittenbergen und im Nordrandgebirge werden Metalle und Mineralien abgebaut, während das Land nach Westen hin in das wanorische Flachland übergeht. Selbst die Tundra im Norden Geistbachs ist fruchtbarer und dichter besiedelt als in Stutzberg.

Geistbach war aber auch Schauplatz eines der schwärzesten Abschnitte der balamarischen Geschichte, als sie noch Landberg hieß und das damalige gleichnamige Herrscherhaus 239n den König nebst Erben ermordete, um die Erbfolge zu durchbrechen und eine Reform der Bestimmung eines neuen Königs zu erzwingen. Zwar wurde das Haus zerschlagen, ihre Burg geschleift, die meisten Angehörigen getötet und die Markgrafschaft fiel an das Haus Geistbach, nach dem sie benannt wurde. Obwohl sie selbst keinen Nutzen mehr davon hatten, ging ihr Plan auf und nach der Reform des Erbrechts auf den Thron wurden nicht nur Sprösslinge derer von Brimas zum König gekrönt.

Hanorien

Wappen_Hanorien.png

Wappen Hanoriens

Hanorien ist relativ klein, und hat mit etwa 140.000 Einwohnern die kleinste Bevölkerung. Die Markgrafschaft erwirtschaftet mit Ackerbau, Fischerei und Viehzucht einen gewissen Überschuss, insgesamt gilt Hanoriens Wirtschaft aber als die schwächste.

Im westlichen Teil Hanoriens beginnt das hanorische Grasland, eine flache Grassteppe, die weit bis in das Orkland hinein reicht. Östlich des Rhonen geht das Grasland in das fruchtbarere wanorische Flachland über, das hier noch von zahlreichen Seen und Flüssen durchzogen wird, die teils von Norden kommen, teils in den Mittenbergen entspringen, und die Feenseen umrunden. Der Westen ist eher dünn besiedelt und wird vornehmlich zur Viehzucht genutzt, während im Westen mehr vom Ackerbau geprägt ist. Entlang der hanorischen Küste, und in den zahlreichen Seen wird starker Fischfang betrieben, so daß einige Seen bereits überfischt sind.

Das Haus von Freitrutz ist die einzige Markgrafenfamilie, in der meistens eine Frau das Amt der Markgräfin erbt, während es in vielen anderen Markgrafschaften üblich ist, nur männlichen Nachwuchs mit dem Amt zu beerben. Trotz der Unkenrufe des konservativen Adels, lässt sich daraus kein statistischer Nachteil erkennen, im Gegenteil, gemessen an seiner Bevölkerung und dem, was das Land bietet, ist Hanorien deutlich erfolgreicher als andere Markgrafschaften. Sie gelten als streng und kalt, und übernahmen die Regentschaft über die Markgrafschaft, nachdem sie einen Krieg gegen das, seit dem zerschlagene, Haus Greifenwacht gewannen, das Hanorien in den Ruin getrieben hatte.
Die von Freitrutz haben eine Kleinlehenpolitik durchgesetzt, und schon vor der zweiten balamarischen Landreform die - auch damals eigentlich zu kleinen - Fürstentümer und Grafschaften zerschlagen, und durch zahlreiche Freiherrengüter, freie Rittergüter und einige wenige Kleingrafschaften ersetzt. Der Titel des Grafen ist in Hanorien nur eine Ehrenbezeichnung, ihre Lehen sind nicht größer als die von Freiherren.

Melanto

Wappen_Melanto.png

Wappen Melantos

Melanto ist mit etwa 640.000 Einwohnern die dritteinwohnerreichste Markgrafschaft Balamars. Wie auch bei Geistbach und Fernien ist der Einwohnerreichtum auf die sehr hohe Fruchtbarkeit des Umlandes des Anur, und die damit verbundene starke Landwirtschaft zurückzuführen. Der Anur trägt Mineralien und Nährstoffe in sich, wie alle Flüsse, die im Nordrandgebirge entspringen, und der lockere Boden mit darunter liegendem Felsgestein in etlichen Schritten Tiefe, sorgt zusammen mit gelegentlichen künstlichen und natürlichen Überschwemmungen, für eine Verteilung des Flusswassers, weit in das Umland hinein. Der Rhonen im Westen hingegen hat ein lehmiges Bett, durch das nur wenige Nährstoffe und Mineralien in den umliegenden Boden gelangen.

Ackerbau und die, vornehmlich westlich der Feenseen betriebene, Pferdezucht sind die Haupteinnahmequellen der Markgrafschaft, nachdem die wichtigsten Grenzübergänge und Straßenkreuzungen in Fernien liegen, und Port Lamar zur Reichsstadt aufstieg. Die Pferdezucht hat im Nordwesten Melantos eine lange Tradition, und die Pferde von dort, gleich welcher Rasse, gelten als die Besten in Balamar, und ihren Artgenossen aus anderen Regionen überlegen. Dafür wird eine besondere Grassorte, die nur zwischen den Feenseen und dem balamarischen Meer wächst, und Jahrhunderte der Erfahrung verantwortlich gemacht.
Die Feenseen sind ein von Menschen so gut wie unbesiedeltes Sumpf- und Seengebiet, in dem allerhand Kreaturen leben, deren Existenz sich für gewöhnlich auf Fabeln und Mythen beschränkt, und in dem so mancher Wanderer das Ende seiner Reise gefunden hat.

Das Haus von Trimm regiert von der Burg Trimm aus die Markgrafschaft, und durch den Stadtherrn Graf Jakobolt von Trimm auch die Reichsstadt Port Lamar, wenn auch der Markgraf Raoul und der Stadtherr sich, zu Ungunsten ihrer Herrschaftsgebiete, zerstritten haben. Der Erbe des alternden Raouls gilt als gemäßigt und wird als Hoffnung auf eine Einigung der beiden Zweige der Familie gesehen.

Stutzberg

Wappen_Stutzberg.png

Wappen Stutzbergs

Die Heimat seiner Majestät König Dagonet I. von Brimas und vieler Könige vor ihm ist Stutzberg, im Norden Balamars. Seine geringe Landwirtschaft macht es vom Überschuss landwirtschaftlich starker Markgrafschaften wie Wanorien abhängig, die zahlreichen Bergwerke im stutzbergischen Nordrandgebirge und die Metallverarbeitung, insbesondre Zinngießereien und Kunsthandwerk, sind die Haupteinnahmequelle Stutzbergs.

Der Großteil Stutzbergs liegt in der unwirtlichen Steppe und Heide des balamarischen Nordens, lediglich der Südosten ist fruchtbar genug, um Landwirtschaft zu ermöglichen, was aber lediglich zur Versorgung der dortigen Bevölkerung genügt. Die Bewohner der nördlichen Gebiete leben von Waren aus dem Binnenmarkt, die des dünn besiedelten Westens von ihren Schafen und Ziegen, und dem was die Heide an Kräutern, Wurzeln und Beeren hergibt. Eine bemerkenswerte Eigenheit Stutzbergs sind die Festungssiedlungen aus der Zeit vor der Einigung, die, gerade im Westen, noch heute vom Großteil der Bevölkerung bewohnt sind. Lediglich im Osten und Süden lebt man lieber in modernen Dörfern, und nutzt die Ruinen der Festungen als Steinbrüche. Das Leben auf dem Land ist hart und entbehrungsreich. Nur in den Städten gibt es eine ausreichende Versorgung und ein wenig Luxus.

Das Herrscherhaus Brimas war lange Zeit das Königshaus Balamars, bis nach dem Interregnum 241n das reine Erbrecht auf den Thron abgeschafft wurde, und erstmals ein König aus einem anderen Haus gekrönt wurde. Nachdem das Haus Stutzberg durch Misswirtschaft zu verarmen drohte, wurde es 183n vom Haus Brimas geschluckt. Der Markgraf Stutzbergs stammt aber noch immer aus dem Stutzberger Zweig der Familie. Sie gelten als pragmatisch aber gerecht, und sind dafür bekannt, ihr Vorgehen langfristig zu planen und sehr bedacht abzuwägen, weshalb ihre Entscheidungen und Ziele schwer zu durchschauen sind. Obwohl die Wirtschaft Stutzbergs nicht zu den stärksten des Reiches zählt, gehört das Haus Brimas neben den Eschenbachs zu den zwei reichsten Balamars.

Wanorien

Wappen_Wanorien.png

Wappen Wanoriens

Wanorien ist bei vielen Balamaren als langweiligster Ort des Reiches verschrienen, in Wirklichkeit ist sie aber von allen Markgrafschaften schlicht die unspektakulärste. Es gibt weder Ballungsgebiete mit tausenden Menschen auf engstem Raum, keine außergewöhnliche Architektur, keine übermäßige Fruchtbarkeit und keine alles vereinnahmenden Adelsfamilien. Der Boden ist ausreichend fruchtbar, um bei ausreichender Versorgung der Bevölkerung ohne Produkte aus dem Binnenmarkt einen Überschuss zu erzielen, der ausreichende Einnahmen einbringt um die Bilanz ausreichend positiv zu halten.

Die Landschaft Wanoriens ist relativ flach, mit sehr sanft ansteigenden Erhebungen und von Bächen und Kanälen durchzogen. Felder wechseln sich mit wilden Wiesen und kleinen Wäldern ab. Der Großteil der Bevölkerung lebt in kleinen Dörfern oder auf Gutshöfen, und geht dem Ackerbau oder damit verbundenem Handwerk nach. Größere Städte oder Burgen sind eher selten.

Wanorien wird von Kennern wegen seiner Geruhsamkeit geschätzt. Das Leben dort ist ruhig und unaufgeregt, ohne die Hektik der Großstadt oder der organisierten Landwirtschaft wie im Osten Balamars, und ohne die Entbehrungen und das nahezu barbarische Leben der dünn besiedelten Gebiete in Stutzberg oder der Westmark.
Die unaufgeregte Durchschnittlichkeit der Markgrafschaft findet sich auch in ihrem Herrscherhaus, den von Grünhangs wieder. Sie gelten als gemäßigt und weise, sind bei ihrem Volk und dem Hochadel des Reiches beliebt. Sie sind weder arm noch reich, es findet sich so wenig an ihnen auszusetzen, wie es Geschichten über sie zu erzählen gibt.

Westmark

Wappen_Westmark.png

Wappen der Westmark

Von allen Markgrafschaften ist die Westmark, gemessen an ihrer Einwohnerzahl, diejenige mit der stärksten Wirtschaft. Fast der gesamte Bedarf des Reiches an Bauholz wird von der Westmark gedeckt. Durch Jahrhunderte der Forstwirtschaft hat sich dort eine Infrastruktur entwickelt, die ein Monopol der dort ansässigen Handelsgesellschaften ermöglichte. Oftmals ist der Einkauf größerer Mengen Holz inklusive Transport günstiger und schneller, als vor Ort schlagen zu lassen. Wegen der so gut wie nicht vorhandenen Landwirtschaft ist die Westmark allerdings vom Binnenmarkt abhängig, insbesondere was Getreide, Gemüse, Verbrauchsgüter und Luxusartikel anbelangt. Die alte Weststraße, die von Anur'Thal bis zum Grenzübergang in Brina führt, und der Rhonen, der aus einem Gletscher im Nordrandgebirge entspringt, die Westmark durchquert und in Hanorien in das balamarische Meer mündet, und auf dem Holz von Nord nach Süd geflößt wird, sind die Hauptverkehrswege der Westmark.

Die Westmark macht ziemlich genau den gesamten balamarischen Teil des Westwaldes aus, weshalb es dort keine landwirtschaftlichen Flächen gibt. Der Großteil der Bevölkerung lebt in abgelegenen, patriarchisch geführten, Waldarbeiterdörfern und Großfamilien, die für ihren Aberglauben bekannt sind. Es gibt nur zwei Städte, die Hauptstadt Dreiburgen und die Stadt Brina, am einzigen Grenzübergang Balamars in der Westmark. Als Konsequenz auf die Orkkriege wurde entlang der Reichsgrenze nach Westen ein Grenzwall errichtet, der sich von der Grenze nach Hanorien bis in das Nordrandgebirge erstreckt. Der Grenzübergang bei Brina ist auch die einzige Stelle, an der Balamaren mit den Orks jenseits der Grenze in friedlicher Nachbarschaft leben, und miteinander Handel treiben.

Das westmärkische Herrscherhaus Dreiburgen gilt im Reich als konservativ und argwöhnisch, beim eigenen Volk außerhalb ihrer Stadt als gierig und machthungrig. Sie haben nur fünf der vierzehn Lehen der Markgrafschaft vergeben, und liegen mit der einzigen anderen Adelsfamilie, dem Haus von Brina, das die gleichnamige Baronie und Stadt beherrscht, seit Generationen im Streit.

Reichsstädte

Reichsstädte sind Großstädte, die wie Markgrafschaften der obersten Verwaltungsebene angehören. Sie werden von einem Stadtherrn regiert, einem lehenlosen Grafen, der vom König berufen wird. Der Stadtherr wird von einem Magistrat kontrolliert, wie ein Markgraf von einem Herrscherrat. Der Magistrat besteht aus Vertretern der Handelsgesellschaften, Gilden, Stadtwache, Kirche, städtischem Adel und Bürgertum.

Anur'Thal

Wappen_AnurThal.png

Wappen Anur'Thals

Die "Stadt am Anur", was der altbalamarische Name in der Gemeinsprache bedeutet, ist die größte Stadt Balamars und Hauptstadt des Reiches. Der Palast des Königs befindet sich zwar in der Königsstadt, der Sitz der Regierung liegt allerdings am ''Platz des einigen Balamar'' in Anur'Thal. Sie ist Dreh- und Angelpunkt der balamarischen Wirtschaft, der Kunst und Kultur und des Handwerks, und mit 41.000 Einwohnern die größte Stadt Balamars. Auch der nahe liegende große Turm der Gläsernen Klinge trägt sehr zur Bedeutung der Stadt bei.

Die großen Handelsgesellschaften des Exportmarktes haben hier ihren Sitz, ebenso wie die Handels- und Handwerksgilden. Sie ist außerdem Sitz der Aurumkirche, mit der ''Kathedrale der heiligen Sechseinigkeit'', an dem Ort, an dem Aurum kurz nach der Einigung erschienen sein soll, um die herum sich der Aurumbezirk erstreckt, in dem sich Verwaltungs- und Wohngebäude der Kirchenleute befinden. Auch die Organe des Reiches haben ihre Hauptverwaltung in Anur'Thal, wie das Heer, das Reichshauptamt, die Reichspost und viele andere.

Die Stadt ist modern und weltoffen, und bietet Möglichkeiten für alle Gesellschaftsschichten. Empfindliche Strafen und eine gut ausgestattete Stadtwache mit viel Personal sorgen für Sicherheit und eine relativ niedrige Verbrechensrate, für eine Stadt dieser Größe. Eine fleißige Stadtverwaltung und eine Kanalisation sorgen dafür, daß die Straßen sauber bleiben, und finanzielle Hilfen halten die Hausfassaden in Schuss, so daß die Stadt auch in den Arbeitervierteln noch relativ ansehnlich aussieht. Die Bevölkerung lebt, ihren Schichten entsprechend, in Vierteln und Stadtteilen. Da wären das Adelsviertel, das Händlerviertel, das Handwerkerviertel, ein Marktviertel, der Regierungsbezirk, der Aurumbezirk und das Arbeiterviertel. Außerdem die Arena, die wahrscheinlich größte ihrer Art in Altrageria, in der neben Jugger auch klassische Wettkämpfe, und (nicht tödliche) Gladiatorenkämpfe sowie Schauspiele stattfinden.

Elros

Wappen_Elros.png

Wappen Elros

Elros ist mit 34.500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Balamars. Sie mag auf den ersten Blick trotz ihrer Größe eher unwichtig wirken, ist aber für den Handel wahrscheinlich wichtiger als Anur'Thal. Während in Anur'Thal der Handel, gerade mit dem Ausland, größtenteils nur verwaltet wird, und das meiste Handwerk Luxusgüter herstellt, ist Elros die Kornkammer des Reiches. Hier findet der tatsächliche Warenumschlag für den Export sowie den Binnenmarkt statt, ebenso wie das meiste Handwerk, das Gebrauchsgüter herstellt. Daneben beherbergt Elros eine ebenso wichtige Arena wie Anur'Thal. Die Elrösser Ratten, das menschliche Jugger-Team der Stadt - die Skaven haben eine eigene Liga- ist seit Jahrzehnten ungeschlagen. Elros ist außerdem Sitz der Magierakademie zu Elros, einer Lehr- und Forschungsanstalt der Magie und Mitglied der grauen Gilde.

Wie in anderen Städten gibt es auch hier eine ausgeprägte Viertelbildung. Der Markt im Osten der Stadt wird von den Handwerks- und Händlervierteln umschlossen, westlich davon befindet sich das Viertel des Adels und des Bürgertums mit dem bekannten Brunnenplatz. In der Mitte der Stadt befindet sich die Jugger-Arena, mit dem angeschlossenen, weitgehend unterirdischen Skavenghetto. Anders als in vielen anderen Städten sind Skaven in Elros geduldet, und zur Pflege und dem Betrieb der Arena verpflichtet. Dem Skavenghetto grenzt das Armenviertel an. Im Norden der Stadt liegt, außen an die Stadtmauern grenzend, die Burg Elros, die in den Orkkriegen von einer kleinen Burg des Stadtherrn zu einer regelrechten Festung ausgebaut wurde, und noch heute Sitz der Stadtverwaltung ist.
Elros ist, anders als Anur'Thal, natürlich gewachsen, und nicht so sehr von Architekten mit Fokus auf das Aussehen geplant. Die Straßen sind verwinkelt und labyrinthartig. Es gibt mehrere Hauptstraßen, viele Plätze mit Marktständen und Handwerker, die gleich in ihren Läden handeln.

Port Lamar

Wappen_Port_Lamar.png

Wappen Port Lamars

Die mit 22.500 Einwohnern dritte Reichsstadt ist Port Lamar. Sie ist von der Seefahrt geprägt, Kontore, Reedereien und Werften sind die wichtigsten Arbeitgeber. Da der Anur für die meisten Hochseeschiffe nicht befahrbar ist, werden fast alle Waren für und aus Balamar hier umgeladen. Durch die vielen Schiffe, die in den gewaltigen Häfen anlegen, kommt viel Volk aller Rassen, Völker und Kulturen zusammen. Das Hafenviertel brodelt Tag und Nacht vor geschäftigem Treiben der Arbeiter, und Seeleuten auf Landgang. Mit über 500 registrierten, und mindestens ebenso vielen nicht registrierten Huren, ist der Frachthafen von Port Lamar, wenn man so will, das größte Freudenhaus Altragerias.

Port Lamar hat vier große Häfen, die ihrerseits aus mehreren Hafenbecken bestehen. Einen Frachthafen, in dem Fracht von den Hochseeschiffen abgeladen, in den Kontoren der Handelsgesellschaften eingelagert, und auf Flussschiffe, Küstenschiffe oder Karren verladen und weiter transportiert wird. Der Frachthafen ist außerdem eine Freihandelszone, das heißt im Frachthafen kann ohne Handelsbrief gehandelt werden, und Ware wird nur verzollt, wenn sie aus Balamar kommt oder für Balamar gedacht ist. Einen Kriegshafen, in dem die Flotte der balamarischen Marine anlegt um Proviant und Besatzung aufzunehmen und Reparaturen durchzuführen. Einen kleineren Hafen für den gewöhnlichen nicht-Fracht-Verkehr, wie Schiffe die vornehmlich Passagiere befördern, Port Lamarer Fischer, Ausflugsboote und dergleichen. Außerdem einen Werfthafen, in dem Schiffe gebaut und zu Wasser gelassen werden, mit Docks um Schiffe zu reparieren, neu zu kalfatern und zu pflegen.

Durch die vielen Fremden unterschiedlicher Rassen und Kulturen, und die Einstellung vieler Seeleute, ist der Frachthafen ein raues Pflaster mit einer hohen Verbrechensrate, insbesondere nachts ist er eine gefährliche Gegend, und die Stadtwache geht sich nur in großen Trupps auf Patrouille. Nächtliche Schlägereien und Überfälle sind Gang und gäbe. Dennoch hat der Frachthafen viele Freunde, die die ausgelassene Stimmung und den Hauch der Freiheit lieben, und wissen wie man den Frachthafen auch bei Nacht unbeschadet besuchen kann. So der hat die Stadt ein eigenes Viertel zur Unterbringung wohlhabenderer Reisender, die es sich leisten können, den Pfuhl von einem Hafen zu verlassen. Das Handels- und das Adelsviertel hingegen wirken, als seien sie aus Anur'Thal herausgeschnitten und nach Port Lamar verpflanzt. Wenngleich nur die Bewohner und geladene Gäste das Adelsviertel betreten dürfen.

Königsstadt

Wappen_Königsstadt.png

Wappen der Königsstadt

Der offizielle Sitz der Regierung liegt zwar in Anur'Thal, wo der König Gesetze verkündet, Ritter schlägt, Urteile spricht, sowie Gesandte höchsten Ranges und Wichtigkeit empfängt und andere, öffentliche Zeremonien abhält. Sein Tagesgeschäft allerdings tätigt der König in seinem Palast in der Königsstadt. Mit nur 1500 Einwohnern ist die Königsstadt kaum größer als eine gewöhnliche Freistadt auf dem Land, wegen ihrer Funktion steht sie aber außerhalb der Verwaltungsgliederung des Reiches und hat einen Sonderstatus. Sie wird vom König regiert, der einen Vogt als Statthalter zu berufen pflegt, und besteht weitgehend aus dem Königspalast und Nebengebäuden, umgeben von einer Wehrmauer.

Die Königsstadt liegt 6½ Meilen nordwestlich Anur'Thals. Hier beginnt die Königsstraße, die schnurgerade durch das Nordwesttor in Anur'Thal hinein verläuft, und am Platz des einigen Balamar endet, wo der Thronpalast und auch die Kathedrale Anur'Thals liegen. Sie ist kreisrund mit hohen, dicken Mauern ringsum. Neben dem Haupttor an der Königsstraße, hat sie noch ein seitliches Tor, für die Versorgung der Stadt. Auf der Innenseite der Mauer verläuft ein 10 Schritt tiefer und breiter Graben. Der Palast mit angeschlossener Kirche, Unterkünfte für Gäste des Königs und die Wache befinden sich auf dem dadurch entstehenden "Podest", in dessen Seitenwänden im Graben sich Ställe, Werkstätten, Lager und Zugänge zu den Kellern der Gebäude darüber befinden.

Siehe auch

Sofern nicht anders angegeben, steht der Inhalt dieser Seite unter Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 License