Hanorien

[[Kategorie:Balamar]]
Überarb|nicht ganz fertig|Grom
Hanorien ist die kleinste der balamarischen Markgrafschaften und liegt im Südwesten Balamars. Geprägt von grünen Weiden und vielen Flüssen, ist Hanorien vor allem für seine Viehzucht und die hanorischen Grenzreiter bekannt.


Fürstentum
|Name=Hanorien
|Wappen=[[Bild:Wappen_Hanorien.png|200px|center]]
|Einwohner=138.000
|Verteilung= • 95% Menschen<br> • 4% Elfen<br> • 1% Zwerge
|Regent=Markgräfin Alliane von Freitrutz
|Städte= • Freitrutz (Sitz des Markgrafen)
|Garnison= • verschiedene befestigte Wachhäuser der hanorischen Grenzreiter
|Landschaften= • weitläufige Graslandschaft<br> • viele Flüsse
|Besonderheiten=Diejenige Markgrafschaft mit den meisten Lehen, trotz der geringen Größe. Keine Grafschaften und Fürstentümer. Durch Sonderregelungen Rittergüter direkt in Markgrafschaft möglich.

==Geographie==
Westlich des Rhonen, der das wanorische Flachland und das hanorische Grasland voneinander trennt, beginnt eine Grassteppe, die sich von der Küste bis zum Westwald erstreckt, den gesamten Westen Hanoriens einnimmt, und über die Westgrenze hinaus weit in das Orkland reicht. Wie eine unendliche Fläche aus sattem, grünen Gras breitet sich das hanorische Grasland in sanften Hügeln oftmals bis zum Horizont aus. Die Bevölkerung lebt in relativ weit auseinander liegenden aber großen Dörfern, die Tag und Nacht qualmende Feuer unterhalten, deren Rauchsäulen als Landmarken dienen, denn wegen des oft starken Windes gibt es kaum Wälder und zusammen mit den nur wenigen befestigten Straßen würde man sich leicht verirren, und die wenigen Hügel bieten kaum Schutz für die Nacht.
Außer Gras wächst dort nur wenig, die Bevölkerung betreibt viel Viehzucht und weiß, die Kräuter und Gewächse der Gegend genießbar zuzubereiten. Die gesamte Graslandschaft Hanoriens ist zudem von Flüssen und kleinen Seen durchzogen, die sowohl Reisenden als Landmarken, als auch der Bevölkerung als Nahrungsquelle dienen, denn viele Seen und Flüsse sind für Ihren Fischreichtum bekannt.<br>

Im Gegensatz zum Westwald ist die Grenze hier nicht befestigt. Steinhaufen in regelmäßigen Abständen, und natürliche Landmarken wie Bäche markieren den Grenzverlauf. Die Grenzreiter Hanoriens kontrollieren die Grenze, und da die Orks, die auf der anderen Seite leben, nur seltenst reiten, sondern Pferde als Nahrung und zum Transport nutzen, und der guten Übersicht, die ein Reiter vom Rücken eines Pferdes aus über die Ebene hat, kommt es kaum zu tieferem Eindringen der Orks nach Hanorien.

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==Geschichte==
Die weiten Graslandschaften Hanoriens waren vor der Zeit des geeinten Balamars die Heimat nomadisch lebender Barbaren, die mit Ihren großen Viehherden entlang der Flüsse gezogen sind. Im Zuge der Einung Balamars wurden diese Barbaren sesshaft und gründeten die ersten Siedlungen Hanoriens, untern anderem die spätere Stadt Freitrutz.<br>
Im Zuge der ersten balamarischen Landrechtsreform wurde Hanorien in seiner jetzigen Größe zu einer Markgrafschaft zusammengelegt und das Haus Greifenwacht als Herrscherhaus eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wurde Hanorien, wie üblich, in Grafschaften, Fürstentümer eingeteilt, die ebenfalls unterteilt wurden.<br>
Nach wenigen Jahren war Hanorien komplett heruntergewirtschaftet. Der Verwaltungsapparat, den die Greifenwachts aufgebaut hatten war viel zu groß für eine so kleine Markgrafschaft.<br>
Es kam in den folgenden Jahren immer wieder zu Steuererhöhungen und teils blutigen Fehden zwischen dem Haus Greifenwacht und dem Haus Freitrutz, dessen Stadt Freitrutz nach Greifenwacht die Größte war.<br>
Nach einem Überfall auf den Tross des Erben von Freitrutz kam es zur offenen Fehden zwischen Greifenwacht und Freitrutz. Im Zuge dieser Fehde schlossen sich viele weitere Grafen und Fürsten dem Haus Freitrutz an, um das Haus Greifenwacht zu stürzen. Da Hanorien zu dieser Zeit seine Steuern an den König nie zahlen konnte, betrachtete man diese Fehde eher als reinigendes Feuer, denn als Revolte.
Nachdem sich der Staub gelegt hatte, war die Burg Greifenwacht komplett zerstört und die Mitglieder des Hauses Greifenwacht entweder geflohen oder tot.<br>
Das Haus Freitrutz etablierte sich im Nachgang als neues Herrscherhaus, wobei es noch einige Jahre dauern sollte, bis auch der König dies vollständig anerkannte. Dies geschah erst als die Steuern wieder flossen und sich Hanorien von den turbulenten Zeiten erholt hatte.<br>
Das Haus Freitrutz änderte die Verteilung der Lehen im Rahmen der hanorischen Landordnung. Da einige Häuser im Zuge dessen Titel verloren kam es auch hier zu Fehden, die jedoch bei Weitem nicht so blutig abliefen.<br>
Dies war der Beginn der Kleinlehenpolitik, die bis heute andauert.<br>
Seit der Übernahme durch das Haus Freitrutz ist es in Hanorien bis heute relativ ruhig.

==Politik==
Die Markgrafschaft Hanorien ist die an wenigsten Bevölkerte ganz Balamars und wird vom Haus Freitrutz regiert. Durch die Kleinlehenpolitik gibt es kein Adelshaus, dass den Herrschaftsanspruch des Hauses Freitrutz streitig machen würde, daher kann die Markgräfin ungestört regieren.

=== Das Haus Freitrutz ===
Als einziges größeres Adelshaus in Hanorien gelten die Mitglieder im Allgemeinen als arrogant. Hanorien wird aktuell durch die Markgräfin Alliane von Freitrutz mit eiserner Hand geführt. Der Markgräfin wird nachgesagt, dass Sie die gleiche Kalte verbreitet, wie einst Ihr Ahn, der das Haus Greifenwacht stürzte und im Nachgang sämtliche anderen Adelshäuser entmachtete, um sein Haus als alleinige Herrscher zu etablieren.

==== Geschichte ====
Wie jede Adelsfamilie ist auch das Haus Freitrutz stolz auf seine barbarische Herkunft, auch wenn Sie diese Vergangenheit nicht so sehr pflegen, wie Adlige aus anderen Markgrafschaften. Laut den Schreibern des Hauses zählten die Vorfahren derer von Freitrutz zu den ältesten Barbarenstämmen Hanoriens und natürlich waren diese Verbündete des Stammes der Königsfamilie. Da die meisten Adelsfamilien über derartige Geschichtsschreibung Ihre Treue zum Königshaus ausdrücken, gilt die Geschichtsschreibung vor 50 nEdS und damit vor dem großen Brand, mehr als Märchen oder Legende, denn als Dokumentation der wahren Ereignisse.

==== Wappen ====
[[Bild:Wappen_Freitrutz_(Haus).png|150px|thumb|Wappen des Hauses Freitrutz]]
Das Wappen des Hauses Freitrutz ist blau grün geviertelt mit blau als Herzfarbe. Dies entspricht den Farben Hanoriens und steht für die grünen Weiden und die fischreichen Seen. Die grünen Viertel tragen einen Bullenkopf und repräsentieren sowohl die Viehzucht, die das Haus Freitrutz groß gemacht hat, aber auch ihre Sturheit. Die blauen Viertel tragen die Markgrafenkrone, die den Herrschaftsanspruch über die Markgrafschaft symbolisiert.<br>
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=== Die Kleinlehenpolitik ===
Die einzige und auch größte politische Besonderheit an Hanorien ist, dass das Haus Freitrutz Ihr Lehen nicht in untergeordnete Grafschaften aufgeteilt hat, da Ihrer Meinung nach Hanorien zu klein ist, um solch eine Unterteilung sinnvoll vornehmen zu können. So ist es seit je her so, dass sich Hanorien direkt in Freiherrngüter und Kleingrafschaften aufteilt, die widerum Rittergüter innerhalb Ihres Lehens verteilen dürfen.<br>
Der gesamte Verwaltungsaufwand ist in Hanorien geringer als in anderen Markgrafschaften, aber der Markgraf selbst hat dafür mehr Aufwand als andere Markgrafen in größeren Markgrafschaften, die Ihr Lehen mehrstufig verteilen.<br>
Diese Politik hat jedoch noch weitere Auswirkungen. Da sich die Markgräfin nicht um jede kleine Angelegenheit der einzelnen Lehen kümmern kann, sind die Kleinkriege und Fehden zwischen den einzelnen Güter wesentlich häufiger, als in anderen Markgrafschaften. Die typischen Streitereien drehen sich dabei meist um Herden, die auf den falschen Weiden gegrast haben, oder um die Nutzung von Furten, Brücken oder Fähren. Diese Fehden werden meistens ohne die Einmischung durch die Obrigkeit verfolgt, solange es nicht zu großen Kampfhandlungen kommt.
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===Wappen===
[[Bild:Wappen_Hanorien.png|150px|thumb|Wappen Hanoriens]]
Das Wappen Hanoriens ist blau grün geviertelt mit blau als Herzfarbe. Das Grün steht für die grünen Weiden Hanoriens und das Blau für die Seen. Die grünen Viertel tragen einen Bullenkopf und repräsentieren die Viehzucht. Die blauen Viertel tragen je zwei Fische, die für den Fischreichtum der Markgrafschaft stehen.<br>
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==Bevölkerung==
Die Bevölkerung Hanoriens besteht aus ca. 98 % Menschen, während die restlichen 2 % im Hauptsächlichen Elfen sind. Der typische Mensch Hanoriens gilt als sehr zurückhaltend und teils argwöhnisch. Der Argwohn richtet sich jedoch meist gegen andere Hanorier, die nicht aus dem selben Lehen stammen. Dies ist durch den Konkurrenzkampf zwischen den vielen Lehen begründet. Balamaren aus anderen Teilen des Landes und Ausländern gegenüber ist man meist freundlich, da die meisten Ausländer, die nach Hanorien kommen, Händler sind und damit Geld bringen könnten. <br>
Abgesehen von der Stadt Freitrutz leben alle Hanorier in kleineren Dörfern oder Weilern, die sich meist in unmittelbarer Nähe zu den befestigeten Häusern oder Burgen des Lehnherrn befinden.
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==Wirtschaft==
Die Wirtschaft Hanoriens beruht nahezu komplett auf der Viehwirtschaft. Man kann sagen, dass es auf jeder größeren Wiese eine Herde Schafe, Rinder oder Schweine gibt. Der Anbau von Gemüse oder Getreide dient lediglich der Versorgung der Bevölkerung, da auf hanorischem Boden zwar Gras wächst, andere Pflanzen bringen jedoch kaum Ertrag. Ebenso ist der Fischfang und die Fischzucht zwar ein wichtiger Wirtschaftszweig, aber sie dienen ebenfalls nur zur Versorgung der eigenen Bevölkerung. <br>
Während Fleisch, Leder und Wolle in jeden Teil Balamars und weit darüberhinaus exportiert werden, ist Holz in Hanorien ist sehr kostbares Gut, sodass der Anteil an Steinhäusern größer ist, als in anderen Markgrafschaften.<br>
Ein ebenfalls wichtiges Importgut sind Pferde, da die Überwachung großer Vieherden ohne Pferde sehr schwierig bis unmöglich ist.

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==Kultur==

===Die hanorische Grenzreiterei===

===Religion===
Fast die gesamte menschliche Bevölkerung ist aurumgläubig. Die vorherrschende Prägung des Glaubens ist die von der Kirche propagierte, die liegt im Hauptsächlichen daran, dass es in jedem Lehen einen Priester des Aurum gibt und es kaum abgelegene Regionen gibt, wo sich eigene Abwandlungen des Glaubens etablieren könnten.
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==Lehen und Siedlungen==
Hanorien besteht praktisch nur aus der größten Stadt Freitrutz, die auch gleichzeitig der Sitz der Markgräfin ist und einem bunten Gemisch aus verschiedenen Kleinlehen, wie Freiherrengütern oder etwas größeren Baronien.
=== Freitrutz ===
[[Bild:Wappen_Freitrutz_(Stadt).png|150px|thumb|Wappen der Stadt Freitrutz]]
Das Wappen der Stadt Freitrutz ist grün und horizontal durch eine graue Mauer geteilt. Oben befindet sich ein Schwert, während unten der hanorische Bullenkopf steht.

=== Freiherrengut Blaufurt ===

[[Blaufurt]] ist ein Freiherrengut des gleichnamigen Adelshauses im Osten der Markgrafschaft Hanorien. Es umfasst den Blauwassersee und dessen nähere Umgebung. Die Haupteinnahmequellen sind Fischfang und Zölle, die für die Überquerung der, an der namensgebenden Furt errichteten, Brücke erhoben werden. Überfischung und die Errichtung einer günstiger gelegenen, und geringer bezollten, zweiten Brücke in der benachbarten Grafschaft Hangdorn. Das Haus Blaufurt gilt als mit den benachbarten Häusern Hangdorn und Alvarr verfeindet. Das ebenfalls benachbarte Haus Breitwasser ist eng mit dem Haus Blaufurt verbündet.

=== Freiherrengut Breitwasser ===
[[Breitwasser]] ist ein weiteres Freiherrengut des gleichnamigen Adelshauses im Osten der Markgrafschaft Hanorien. Direkt nördlich des Blauwassersees, geteilt von Blauwasser liegt das Lehen Breitwasser. Auf der Westseite des Blauwassers liegt das Dorf Breitwasser direkt an einer Biegung des Flusses. Auf einer kleinen Hügelkuppe südlich des Dorfes liegt die Burg Wassertrutz. Diese ist die Heimstatt der Familie Breitwasser. Das Lehen selbst ist relativ mittig durch den Blauwasser getrennt. Da der Fluss an dieser Stelle sehr breit ist, ist das Lehen auf die Furt im Lehen Blaufurt angewiesen. Traditionell ergab sich dadurch das gute Verhältnis zur Familie Blaufurt. Das Lehen hat wenig Ackerbaufläche und wenig Wald und ist dadurch auf die Viehzucht angewiesen. Die großen Schafsherden werden im Allgemeinen durch berittene Schäfer betreut, daher auch das Pferd im Wappen der Familie Breitwasser.

==Bekannte Hanorier==

  • Markgräfin Alliane von Freitrutz
  • Freiherr [[Lazarus von Blaufurt]]
  • [[Loran Brakas]]
  • [[Johannes Aurelion von Breitwasser]]

==Wappentafel==

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Bild:Wappen_Hanorien.png|Markgrafschaft Hanorien
Bild:Wappen_Freitrutz_(Haus).png|Haus Freitrutz
Bild:Wappen_Freitrutz_(Stadt).png|Stadt Freitrutz
Bild:Wappen_Blaufurt_(Lehen).png|Freiherrengut Blaufurt
Bild:Wappen_Breitwasser_(Haus).png|Freiherrengut Breitwasser
</gallery>

==Siehe auch==
[[Balamar]]<br>
[[Fernien]], [[Geistbach]], [[Melanto]],<br>
[[Stutzberg]], [[Wanorien]], [[Westmark]]<br>
Freiherrengut [[Blaufurt]]

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