Balamarische Zwerge

[[Kategorie:Balamar]]
'''Dieser Artikel enthält Informationen zu den Zwergen, die im nördlichen Balamar leben. Alle diesbzüglichen Informationen sind IT nur bekannt, wenn Du einen balamarischen Zwergen spielst oder sie dir von einem balamarischen Zwerg im Spiel erzählen lässt. Das könnte sich aber als schwierig erweisen. ;)'''

=Allgemein=
Die Zwerge sind die geringste Bevölkerungsgruppe in Balamar. Zu finden sind sie im nördlichen Gebirge, welches die Grenze zwischen Balamar und der Eiswüste bildet. Dort leben sie abgeschieden von den anderen Rassen Balamars. Ihr einziger Kontakt war lange Zeit der Handel mit dem Orden der Gläsernen Klinge. Erst seit wenigen Jahren kommen auch weitere Handelspartner hinzu.<br>
Der Bevölkerung Balamars ist gemeinhin nur sehr wenig über die Zwerge bekannt. Vielerorts, gerade in südlichen Regionen, weiß man nicht einmal um die Existenz des kleinen Volkes.

==Das Zwergenleben==
Ein ''balamarischer'' Zwerg wird im Durchschnitt 350 bis 400 Jahre alt. Als erwachsen und heiratsfähig gilt er in seinem Volk ab einem Alter von 80 Jahren, wobei er schon mit 60 Jahren als weitgehend mündig angesehen wird.<br>
Die Zwergenkinder beginnen '''mit 15 Jahren''' ihre erste Ausbildung. Diese umfasst die ausführliche Unterrichtung in der Geschichte des Volkes, seiner Stämme, der Clans und der Religion, sowie im Kulturgut (Lieder, Ahnensagen, Sitten und Gebräuche, etc.). Auch wird das Lesen und Schreiben der zwergischen Runen gelehrt und das Rechnen. Zu diesem Zweck gibt es in jeder kleineren und größeren Stadt unterm Berg Akademien. Sie sind zahlreich, damit ein Zwergenkind weiterhin im heimischen Stollen hausen kann und die Eltern nicht zu früh verlassen muss. Deshalb sind aber die Akademien auch meist sehr klein und umfassen nur wenige Schüler.<br>
'''Mit 30 Jahren''' erhalten die Zwerge eine Grundausbildung in den verschiedenen Handwerken ihres Volkes, bzw. einen Überblick über die vielfältigen Berufe unter dem Berg. Dazu zählen beispielsweise Schmieden, Schreinern und Bergbau, aber auch Kochen, Nähen und Erste Hilfe. Auch in dieser noch ruhigen Zeit leben die meisten Zwerge im Elternhaus. Ebenfalls ab dem 30. Lebensjahr werden die jungen Zwerge von einem Mentor begleitet, der ihnen stets mit Rat und Tat zur Seite steht.<br>
Nach zehn Jahren der Grundausbildung, erhalten die Kinder des Schmiedes die Möglichkeit ihre groben Kenntnisse in fünf weiteren Jahre bei den anderer Clans ihres Volkes zu erweitern. Dazu begleiten sie bei jedem Stamm einen Zwerg über ein Jahr hinweg und leben in dessen Familie. Diese Maßnahme dient auch dazu, dass sich die Clans untereinander nicht verfremden.<br>
'''Im Alter von 45 Jahren''' widmet sich ein junger Zwerg dann dem Handwerk seines Clans. In den ersten drei Jahren wird erneut Wissen über den eigenen Clan vermittelt und über die Möglichkeiten theoretisch und praktisch informiert. Danach muss er sich verschiedene Meister suchen, die ihm tiefere Einblicke in die Berufe der Zwerge geben können. Hierbei kann sich der Zwerg bereits für einen bestimmten Beruf entscheiden, doch wird es lieber gesehen, dass er sich in mehreren Bereichen fortbildet. In dieser Zeit lebt er entweder bei seinem/seinen Meister/n oder wieder bei seiner Familie.<br>
Von seinem '''55. bis zum 60. Lebensjahr''' lebt ein jeder Zwerg in einer der Kasernen und erhält eine kriegerische Grundausbildung. Dabei wird der Umgang mit verschiedenen Waffen und dem Schild gelehrt. Auch werden Taktiken und Strategien vermittelt. Weitere Kenntnisse der Heilkunst, wie sie ihm Feldzug benötigt werden, können erlangt werden. Die behelfsmäßige Reparatur von Rüstungen und Waffen ist ebenfalls ein Inhalt dieser Ausbildung. Jeder Zwerg, der diese Grundausbildung abgeschlossen hat, wird im Kriegsfall eingezogen. Es kommt jedoch vor, dass Zwerge diese Ausbildung vorzeitig abbrechen oder einfach kein Geschick für das Kriegshandwerk aufweisen und nicht als „kriegsfähig“ aufgeführt werden. Stattdessen werden sie den Versorgungstruppen oder Feldschern zugeordnet.<br>
'''Nach dieser 45 Jahre langen Grundausbildung''', ist es an der Zeit, dass der Zwerg wählt, welchen Berufsweg er einschlagen möchte. Es kommt jedoch nicht selten vor, dass auch noch in diesem Lebensabschnitt verschiedenen Berufskenntnisse aus den vorangegangen Jahren vertieft werden, statt sich zu spezialisieren. Auch werden ab und an Lehrmeister anderer Zwergenvölker aufgesucht, um sich weiterzubilden.<br>
Erst''' mit 80 Jahren''' hat der Zwerg endgültig seinen Beruf zu wählen. Um in den Gesellenstand zu gelangen und somit ein vollwertiges Mitglied der (Arbeits-)Gesellschaft zu werden, legt er zu diesem Zweck eine Prüfung ab. Diese wird individuell gestaltet und kann sehr unterschiedlich ausfallen. Jedoch ist sie gewiss nicht einfach und bedarf langer Vorbereitung und Übung seitens des Lehrlings. Beim Nichtbestehen wird dem Zwerg freigestellt, ob er sich nach dem Ablauf eines Jahres erneut der Prüfung des gewählten Berufs stellt oder sich einem anderen Handwerk widmet. Das Bestehen wird nach einer festen Tradition an festgelegten Tagen mit dem gesamten Clan gefeiert.
Im Laufe seines Lebens fertigen viele Zwerg ein '''Meisterstück'''. Dieses verdeutlicht seine Begabung und Fähigkeit in seinem Beruf und erhebt ihn logischer weise in den Stand eines Meisters. Wann und ob ein Zwerg sich dieser Aufgabe stellt, steht ihm vollkommen frei.

==Der Zwergenbart==
Neben dem meist dicken Haar, ist der Bart der größte Schatz und Schmuck eines Zwerges. Er wird meist aufwendig geflochten und mit Metall- oder Steinperlen geschmückt. Das gleiche gilt für das Haar. Es gilt als feine Sitte Kopfbedeckung zu tragen. <br>
Die Pflege dieser beiden „Reichtümer“ kann einige Zeit in Anspruch nehmen und wird als sehr wichtig empfunden. Verfilztes Haar gilt entsprechend als ungesittet und häufig werden aufgrund dessen Rückschlüsse auf den Charakter einer Person gezogen.<br>
Ein Zwerg ohne oder mit sehr kurzem Bart hat meist eine Verbrechen an anderen und/oder seinem Volk begangen, z.B. Mord oder schlimmen Verrat. Einem Zwergen seinen Bart zu nehmen, ist die schlimmste Strafe für das kurze Volk.

=Die Hierarchie=
Der''' König''' herrscht über die Clans. Derzeitig regiert König ''Sargrimm Starkherz'' aus dem Clan Granitspalter. Bei dieser Aufgabe steht ihm der '''Ältesten Rat''' zur Seite. Dieser besteht wiederum aus dem ältesten Mitglied eines jeden Clans. Zur Zeit sind dies Sundra Starkfaust (Hammerschlag), Garodân Bitterbier (Steinfaust), Elani Granitstaub (Granitspalter), Bronakh Eisenglut (Funkensturm), Tahgrimm Edelstein (Gemmenbart) und Odain Eisblut (Beilschwinger).<br>
Die Clans werden außerdem geführt von '''Clanmutter und -vater'''. Die einzelnen Familien der Clans haben auch noch einen '''Familienältesten''', ohne dessen Beisein keine weitreichenden Entscheidungen gefällt werden dürfen.<br>
Alle 100 Jahre wird der König durch den Ältestenrat und die Clanoberhäupter neu gewählt. Der König wird meistens aus einer der älteren Familien gewählt. Prinzipiell kann aber jeder Zwerg ''König unter dem Berg'' werden, der durch seine Handwerkskunst und Führungsqualitäten auf sich aufmerksam gemacht hat und für den eine Mehrheit zustande kommt.<br>
Der Clanvater und die Clanmutter werden alle 50 Jahre durch ihren Clan gewählt. Meistens fällt dieser Titel jenen aus größeren Familien zu. Bei dieser Wahl sind alle volljährigen Clanmitglieder stimmberechtigt.<br>
In den Familien regieren immer die Ältesten! Solange man die Beine unter den Tisch seiner Familie steckt, muss man auch gehorchen.
Erst wenn man alt genug ist und sich bewiesen hat, darf man sich einen eigenen Stollen suchen und eine Familie gründen. Das wird von Familie zu Familie unterschiedlich gehandhabt. <br>
Die Familienältesten entscheiden, ob eine Ehe arrangiert wird oder die freie Wahl obliegt.

==Die Clans==
Heute existieren sechs Clans im Stamm des Baergrimm Eisenspitze. Diese sind die Hammerschlags, Steinfausts, Funkensturms, Gemmenbarts, Beilschwinger und Granitspalter. Ehemals waren es nur fünf Clans. Die Hammerschlags und die Steinfausts waren einmal ein geschlossener Clan namens Felsbruch. Doch die Clanältesten litten unter solchem Zwist, dass sie sich aufspalteten. Heute ist dieser Streit lange beigelegt.
Wie bei alle Zwergenvölker findet sich auch bei den Zwergen Balamars eine Vielfalt an Handwerken. Dabei zeichnen sich die verschiedenen Clans durch besonderes Geschick in unterschiedlichen Handwerken aus.

===Felsbruch===
Der Urvater des Clans Felsbruch ist einer der Söhne Baergrimms, '''Gombur Felsbruch'''. Er war bekannt für sein Geschick im Bearbeiten des Steins, Errichten von Stollen, Minen und Hallen und im Auffinden neuer Erz- und Edelsteinquellen. Seine Natur war im Gegensatz zu dem Material, welches er verarbeitete, unruhig und wechselhaft. Diese Natur gab er an seine Kinder weiter. Und so kam es, dass Generationen nach ihm seine Nachkommen, die Geschwister ''Hârgrun Hammerschlag'' und ''Kazagar Steinfaust'', in einen solchen Streit gerieten, dass sie sich von einander lossagten und eigene Clans gründeten.<br>
Als Ahn verehrt, werden Gombur Felsbruch die Materiale Bronze und Mamor zugewiesen. Diese sollen einem ein ebensolches Geschick verleihen, wie Baergrimms ältestem Sohn.<br><br>

Clansmitglieder sind:<br>
''Seit ca. 1800 Jahren gibt es keinen Felsbruch mehr.''

===Hammerschlag===
Der Clan Hammerschlag entstandt aus dem Streit zweier Geschwister heraus. Dadurch wurde '''Hârgrun Hammerschlag''', aus dem Clan Felsbruch, Urmutter des Clans Hammerschlag. Noch heute sind die Kinder diesen Clans für ihren Starrsinn und ihre Streitlust bekannt. Aber auch das Handwerk ihres eigentlichen Urvaters ''Gombur Felsbruch'' beherrschen die Hammerschlags tadellos.<br>
Der Streit zwischen den Clans Hammerschlag und Steinfaust wurde schon vor Generationen niedergelegt. Der einzige Zwist ist der ewige Wettkampf besser zu sein, als der andere Clan.<br>
Zur Verehrung Hârgruns werden die Rohstoffe Mamor oder Leder verwendet.<br><br>

Clansmitglieder sind:

  • Sundra Starkfaust [Clanälteste]
  • Gorrot Hammerschlag [Clanvater]
  • Gotra Hammerschlag [Clanmutter]
  • Boindil Hammerschlag
  • Gunda Feuerbart
  • [[Gâdrun Steinbrecher]]
  • Gardrim, Loris, Bardrim & Lorân Steinbrecher
  • Golrân & Branda Hammerschlag
  • Undra Eisenhaut
  • Burdas Langarm

===Steinfaust===
'''Kazagar Steinfaust''' ist der Urvater des Clans Steinfaust, welcher aus einem Streit zwischen ihm und seiner Schwester heraus entstandt. Und auch Kazagars Kinders sind nicht minder trotzig als die anderen Nachkommen ''Gombur Felsbruchs''. Sie arbeiten ebenso im Steinmetzhandwerk und als Stollengräber und sind nicht weniger geschickt und fähig, als der ''Clan Hammerschalg''.<br>
Kazagar Steinfaust werden die Güter Bronze und Bier zugerechnet.<br><br>

Clansmitglieder sind:

  • Garodân Bitterbier [Clanältester]
  • Agham Steinfaust [Clanvater]
  • Melda Steinfaust [Clanmutter]
  • Baerdan Eisenhand [ehem. König]

===Granitspalter===
Dieser Clan entsprangen dem Blute der ältesten Tochter Baergrimms, '''Katalin Granitspalter'''. Sie war die begnadetste Rüstungsschmieden unter den Kindern Baergrimms und gab dies auch an ihre Nachkommen weiter. Ebenso sind auch noch heute die Granitspalter für ihr nahezu fröhliches und lebendiges Gemüt und ihre strebsame Haltung bekannt.<br>
Die Zwerge Balamars ehren sie mit Arbeiten aus Granit und Holz.<br><br>

Clansmitglieder sind:

  • Elani Granitstaub [Clanälteste]
  • Ibralosch Granitspalter [Clanvater]
  • Gedraza Granitspalter [Clanmutter]
  • Sargrim Starkherz [König]

===Funkensturm===
Der Zwerg '''Lungazor Funkensturm''' ist der Urvater des gleichnamigen Clans. Er war zwar nicht dem Kämpfen zugetan, wie etwa sein Bruder ''Duinbar Beilschwinger'', doch fertigte er die effektivsten, langlebigsten Waffen. Einige wenige besitzt der Clan Funkensturm noch heute und hütet sie besser als eine junge Zwergin. Doch schafft er auch ebenbürtig grandiose Waffen, für die jene Waffenschmiede von den anderen Clans große Anerkennung erhalten.<br>
Um dem ersten Waffenschmied eine Ehre zu erweisen, fertigen die Zwerge Amulette und ähnliches aus Stahl und Silber.

Clansmitglieder sind:

  • Bronakh Eisenglut [Clanältester]
  • Fargol Funkensturm [Clanvater]
  • Lenra Funkensturm [Clanmutter]

===Gemmenbart===
'''Mordani Gemmenbart''' war die jüngste Tochter Baergrimms. Ihr Gemüt war ausgeglichen und ruhig. Sie fand ihre Erfüllung im Bearbeiten von Gemmen und Edelmetallen, aus denen sie kunstvollen Schmuck und starke Schutzamulette fertigte. Ihre Kinder fertigen darüber hinaus heutzutage erstaunliche Kunstwerke zu Ehren ihrer Ahnen und Urahnen an.<br>
Zu Mordanis Ehren werden Gold und Diamanten verwendet.<br><br>

Clansmitglieder sind:

  • Tahgrimm Edelstein [Clanältester]
  • Kazrik Gemmenbart [Clanvater]
  • Meraldin Gemmenbart [Clanmutter]
  • [[Gerowall Steinschliff]]

===Beilschwinger===
Jede Binge braucht als Schutz nicht nur den kalten Fels, der ihre Mauern bildet, sondern auch Krieger. Und '''Duinbar Beilschwinger''' war genau jener Krieger, der alles Unheil vom Eisengebirge und seinen Bewohnern fernhielt, solange er lebte. Er war als gerechter Mann bei den seinen beliebt und als gnadenloser Kämpfer bei seinen Feinden gefürchtet. Aus seiner Linie entstammen die besten, ehrbarsten und gefährlichsten Krieger des Volkes Baergrimms. Ihre Aufgabe ist die Verteidigung des Stammes, welche sie über all die Jahrhunderte mit Stolz erfüllen.<br>
Im Zeichen des Duinbar stehen Messing und das Brot, welches zwischen den Kameraden geteilt wird.<br><br>

Clansmitglieder sind:

  • Odain Eisblut [Clanältester]
  • Ôrbahl Beilschwinger [Clanvater]
  • Urrla Beilschwinger [Clanmutter]
  • Dordoran Eisenbrecher [ehem. Berater Baerdans]

=Der Kontakt mit anderen Rassen=
Während der bald 2500 Jahre, die die Zwerge schon in Balamar verweilen, erwuchs am Rande des Gebirges aus den '''Menschen''' ein Volk, welches vor einigen hundert Jahren das Land Balamar gründete. Die Zwerge interessierten sich lange weder für die in die wirtlichere Ebene Gezogenen, noch für die in den Bergen lebenden Menschen und Barbaren. <br>
Mit den '''Barbaren''' gab es nie nennenswerten Kontakt, da die Zwerge die westlichen Berge präferieren. Und der winzige Menschenclan inmitten des Waldes zwischen den Hängen des Eisengebirges stellt weder eine Bedrohung ihrer selbst, noch ihrer Abbaugebiete oder Jagdgründe dar, welche sich zu großen Teilen nicht auf der südlichen, sondern auf der nördlichen Seite der Berge befinden.<br>
Entsprechend wenig wissen die Zwerge über ihre Nachbarn, obwohl das kurze Volk immer mal wieder Kundschafter in die Ebenen und zu den Menschen schickt, um zu erfahren, was in Balamar vor sich geht.<br><br>

Durch solche Erkundungen informierten sich die Zwerge über die Entwicklung des Landes. Oftmals wurden sie von den Menschen lediglich für kleinwüchsig(e Missbildungen) gehalten und durch eine Anpassung an die Gewandungen der Langen fielen sie zwischen den „Flachländlern“ kaum noch auf.<br>
Viele Jahre nach der Einigung der Stämme und der Entstehung des Ordens der ''gläsernen Kugel'' (später: ''Gläserne Klinge''), entsandte der damalige König Baerdan Eisenhand eine kleine Gruppe, zu welcher auch sein Berater Dordoran Eisenbrecher gehörte. Sie hatten zur Aufgabe sowohl Gideon Atriun, welchem sie äußerst misstrauisch gegenüberstanden, vorstellig zu werden, als auch später dem ersten König Balamars und dem Anführer des Protektorats/der Barbaren. Dabei strebten die Zwerge nicht nach Beziehungen politischer oder wirtschaftlicher Art zwischen den Gruppierungen, sondern sahen es als feinen Akt an, sich seinen Nachbarn vorzustellen, die sie sonst wahrscheinlich kaum bemerkt hätten. Außerdem bezweckten die Zwerge damit eine stumme Warnung, sich nicht in ihre Berge auszuweiten, was jedoch kaum nötig war. Weder damals noch heute gerieten Menschen und Zwerge in Balamar aneinander.<br>
In den letzten 200 Jahren entwickelte sich zwischen dem Orden und den Zwergen ein Handelsbeziehung, welche jedoch nur selten genutzt wurde. Im Laufe der letzten 15 Jahre blühte der Handel verhältnismäßig auf und die Zwerge gingen dazu über ihre Waren persönlich zu den Handelsposten der Gläsernen Klinge zu bringen. Auch neue Handelspartner werden langsam aber stetig akquiriert.<br><br>

Die Zwerge haben die letzten '''Orks''' in Balamar ausgerottet. Davon weiß jedoch niemand, außer den Zwergen selbst. Da dies schon einige Zeit zurück liegt, stehen die jungen Zwerge Orks zwar feindlich, aber nicht direkt aggressiv gegenüber.<br>
Die Feinde der Zwerge in Balamar sind die Eiselfen (siehe ''Die Kriege gegen die Eiselfen''), gegen welche sie rigoros angehen. Die Elori '''Elfen''' wirken auf die Zwerge hingegen wie ein schwächlicher Abklatsch derer nördlichen Verwandten, weshalb sie nicht als Bedrohung angesehen werden.

===Die Kriege gegen die Eiselfen===
Baergrimm Eisenspitze, der Urvätern der balamarischen Zwerge, zog auf Geheiß seines Gottes in den Norden. Er befand die Gebirgskette vor der Eiswüste als geeignet und errichtete dort ein prachtvolles Reich. Dort entstand rasch Feindschaft zwischen den Zwergen und den ''
Eiselfen''. Diese stahlen einst die Spitzhacke des großen Schmiedes und zerstörten sie. Dadurch brach '''der erste Krieg''' zwischen den beiden Völkern aus. Die Zwerge gewannen diesen insofern, dass die Eiselfen ihre vorderste Eisfestung aufgeben mussten und tiefer in ihre weiße Wüste zogen mussten.<br>
'''Der zweite Krieg''' entbrannte wegen der Zerstörung einer heiligen Stätte der Eiselfen durch die Zwerge, einige Tagesmärsche nördlich der ehemaligen Eisfestung. Hierbei kann von einem Sieg der Spitzohren geredet werden, da sie die Zwerge daran hindern konnten, noch weiter in den Norden ihres Reiches vorzudringen und das kurze Volk irgendwann den Rückzug antrat.<br>
'''Der dritte Krieg''' wurde ausgetragen, um den jeweils anderen erneut in seine Schranken zu weisen. Die südlichen Ausläufer der Eiswüste werden von den Zwergen als Jagdgebiet genutzt. Doch ebenso taten es die Eiselfen. Als diese erneut ein Heiligtum in der Nähe der Ruine ihrer alten Feste errichten wollten, brach der bisher letzte Krieg aus. Die Zwerge schlugen die Elfen weiter zurück als jemals zuvor. Seitdem ist der Bereich von der ehemaligen Feste bis einige Dutzend Meilen nordwärts eine Grauzone auf dessen nördliche Seite normalerweise keine Zwerge gehen und auf dessen südliche Seite sich keine Eiselfen wagen (nach Meinung der Zwerge). Dies geschieht, obwohl keines der Völker explizite Wachposten in der Region unterhält.<br>
Der Hass zwischen ihnen sitzt jedoch tief und kein Aufeinandertreffen auf der weißen Ebene endet ohne Tote. In „Friedenszeiten“ finden von beiden Seiten immer wieder kleinere Angriffe und Scharmützel, Raubzüge und Verwüstungen statt. Momentan, im Jahre 505 n.E.d.S. balamarischer Zeitrechnung, droht die Situation erneut zu eskalieren.

=Die Zwergenreligion=
Die Zwerge glauben an einen Schöpfer, den Großen Schmied. Von anderen Zwergenvölkern wird er auch Moradin, Ingerimm, Angrosch oder Vraccas genannt. <br>
Wie auch andere Zwergenstämme es ähnlich halten, sind sie der Auffassung, dass dieser ihre Urväter, vier an der Zahl, aus Gestein erschaffen hat, weshalb sie zäh und robust sind und sich in den Höhlen aus kaltem, hartem Stein so wohl fühlen.<br>
Neben diesem Glauben an den Schöpfer, verehren die Zwerge ihre Ahnen gottgleich. Sie beten in allen Lebenslagen zu Verstorbenen ihres Volkes, um z.B. Beistand, Mut oder Kraft zu erhalten. Denn die Zwerge sind der Überzeugung, dass ihre Verstorbenen in der Schmiede ihres Schöpfers weiterarbeiten. Und die ehrenhaftesten und tapfersten dürfen von ihm persönlich lernen. Und wenn ihre Nachfahren in großer Not sind, eilen sie ihnen zu Hilfe.<br>
Gerade fünf Namen fallen bei den Anrufungen besonders häufig: Gombur Felsbruch, Katalin Granitspalter, Lungazor Funkensturm, Mordani Gemmenbart und Duinbar Beilschwinger. Diese sind die Kindern Baergrimms. Jedem von ihnen wurden Materialien zugeordnet, die bei ihrer Verwendung Schutz, Geschick, etc. bringen sollen. Später kamen Hârgrun Hammerschlag und Kazagar Steinfaust dazu.<br>
Jedes der fünf Kinder Baergrimms und auch die zwei weiteren ''Urzwerge'' haben einen Ehrentag. Ebenso wird eine Zeremonie für Baergrimms Einzug in das Eisengebirge gefeiert, wie auch der Tag des Großen Schmiedes.

==Die Schöpfungsgeschichte==
(''Zusammenfassung'')<br>
Der Große Schmied sandte die vier von ihm geschaffenen Brüder aus in alle vier Himmelsrichtungen. Sie sollten eine Heimat finden und zu Ehren ihres Schöpfers prachtvolle Hallen errichten und Großes mit ihren gegebenen Fähigkeiten schaffen. Sie erhielten für ihr schweres Tagewerk großes Geschick und viel Kraft von ihrem Gott. Doch einer der Brüder widersetzte sich und wollte nicht auf Geheiß des Großen Schmiedes handeln, sonder seiner eigenen Wege gehen. Deshalb erhielt er kein Geschenk von seinem Herren. Die anderen drei aber bekamen ein Werkzeug, welches jeder von ihnen mit Stolz tragen sollte. Dies waren ein Hammer, eine Axt und eine Spitzhacke.<br>
Auch eine Begleiterin gab er jedem der Zwerge zur Seite - auch dem störrischen Bruder, da sein Schöpfer trotzdem in ihn Hoffnung hatte.<br>
Der Urvater der balamarischen Zwerge wanderte nach Norden. Und als er die weite Eiswüste von den Gipfeln der balamarischen Gebirgskette erblickte, befand er sein Ziel erreicht zu haben. Er erkundete die Berge und begann mit dem ersten Stollen, welchen er mit der Spitzhacke seines Schöpfers in den harten Stein trieb.<br>
Seit damals lebt das Volk des ''Baergrimm Eisenspitze'' im Eisengebirge.

=Die Zwergenheimat=
[[Bild:Zwergenreich-grob.jpg|thumb|350px|ungenaue Karte des Zwergenreichs]]<br>
Die Heimat der Zwerge liegt tief verborgen im Gebirgszug, der nördlich an Balamar grenzt. Aus Sicht der Zwerge gehört das von ihnen genannte '''Eisengebirge''' nicht zu Balamar und den Menschen, sondern ist die unabhängige Grenze zwischen Balamar und der Eiswüste.<br>
Das Gebirge ist nahezu mittig von Norden bis Süden durchzogen von Rinnsalen bis Sturzbächen des Anurs, welcher sich von seiner Quelle in der Eiswüste einen Weg durch den Fels erkämpft hat und in einem tosenden Wasserfall ins Landesinnere mündet. In den tieferen Hallen der Zwerge ist davon nur wenig zu hören, da die Bauten in gutem Abstand zu dem reißenden Strom angelegt wurden. <br>
Ein Großteil des Gebirges, insb. der westliche Teil, ist von dichten Nadelwäldern bedeckt und bietet so verschiedenen Wildtieren eine Heimat und so Zwergen, als auch Menschen und Barbaren, Jagdgründe. Der östliche Teil der Gebirgskette ist eher karg und weist nur dort Vegetation auf, wo heiße Quellen die Erde erwärmen. Daraus ist zu erkennen, dass die Zwerge im Gegensatz zu den Menschen zum Eisengebirge auch die nord-östliche ''Fhul' Karner Gebirgskette'' zählen, welche sie jedoch nur als Ausläufer betrachten, trotz des massiven, aktiven Vulkans. <br>
Der höchste Berg ist der '''Drachenthron''', welcher von den Menschen im Norden ''Dràgon-beinn'' genannt wird. Er ist ein erloschener Vulkan, auf welchem Drachen ihren Hort haben sollen. Einst sind mutige Zwerge dem auf den Grund gegangen, aber das Ergebnis wird an Nicht-Zwerge nicht verraten. <br>
Im Berg befindet sich ein riesiges Netzwerk aus Stollen, Schächten, Hallen, Sälen und Minen. Wie weit sie sich erstrecken, verraten die misstrauischen Zwerge jedoch niemandem. <br>
Den Langbeinern ist nur ein '''Eingangstor''' bekannt. Dieses befindet sich im südlichen Hang des östlich gelegenen ''Kupfersteins''. Es führt ein steiler und schmaler Pass, von der üblichen Handelsroute gen Norden, hinauf in den Berg. Er windet sich zwischen dem dichten Nadelwald bis nahezu zur Hälfte der Höhe des Berges. Dort erstreckt sich ein kleines Plateau, welches von vier in den Stein geschlagenen und vorgelagerten Wachtürmen zur Hälfte umringt wird. Auf gegenüberliegender Seite des Aufstiegs, zwischen zwei der Türme, ist ein riesiges Tor in das Gestein eingelassen. In die steinernen Torflügel wurden Runen gemeißelt von wahrlich geschickten Handwerkern, welche diese zusätzlich mit Gold und anderen Edelmetallen verziert hatten, damit jeder Betrachter von der Pracht beeindruckt und geblendet ist. Außerdem sind riesige Abbilder kriegerischer Zwerge in den Stein geschlagen. Die vier Wachtürme sind zu jeder Tageszeit besetzt, auch wenn sich nur selten Händler der Gläsernen Klinge dorthin begeben und noch seltener Fremde sich verirren.
Neben diesem bekannten und auch größten Tor, gibt es noch vier weitere große Eingänge: Eines, '''der Eisschlund''', befindet sich am nördlichsten Hang des Eisengebirges und ist fast ebenerdig. Die Ausarbeitung der Torflügel ist protzig im Vergleich zum Haupttor. Es wird nur selten genutzt, steht aber unter strengster Bewachung, da es in die Eisebene mündet, wo die Erzfeinde der balamarischen Zwerge, die Eiselfen, leben. Daher ähnelt es einer in Fels gehauenen Festung. Ein weiteres, '''Felsauge''', befindet sich westlich und ist dem Meer zugewandt. Es ist sehr weit oben am Hang gelegen. Seine schmale, aber hohe Form ist mit Edelsteinen besetzt. Laut zwergischer Ammenmärchen halten die Menschen ihre weithin funkelnden Gemmen für einen wichtigen Stern, der zu ihnen herab steigen wird. Vor bald einem Jahrhundert gab es einen Erdrutsch, der den untersten Teil des langen, gewundenen Stieges, der zum Felsauge führt, unpassierbar machte. Die Zwerge sahen bisher keine Notwendigkeit darin, ihn wieder freizuräumen, da der letzte Handel mit Seefahrern schon vor zu langer Zeit stattgefunden hatte. Eines der letzten beiden Tore, '''der Smaragd''', liegt nördlich an einem Berghang tief im Nadelwald, nicht allzu fern, doch weit genug weg von dem menschlichen Clan des Nordens, welcher ebenfalls Bergbau betreibt. Es ist schlicht gehalten und hat die Breite von sechs und die Höhe von vier Zwergen. Es wurde angelegt, um möglichen Belagerern des Haupttores in den Rücken fallen zu können. Das letzte Tor, '''das Glutentor''', welches versteckt in den östlichen Ausläufern des Gebirgszuges liegt, wurde niemals wirklich benutzt. Es galt als Versuch den Osten des Gebirges zu erschließen, doch da des noch erhitzten Vulkans und dem vergleichsweise geringen Vorkommen an wertvollen Gesteinen, gaben sie die wenigen Stollen auf und verschlossen das kleinste der Tore mit starker Runenmagie, welches es unsichtbar für menschliche und andere Augen macht. Zerstören wollten sie es jedoch nicht, da es immer noch als „Fluchtweg in größter Not“ dienen könne.<br>
Neben diesen fünf Toren gibt es noch ein Dutzend gut versteckter kleiner Aus- und Eingänge, welche zum Teil als Pforten zu den fünf unterirdischen Städten dienen. Diese sind mit speziellen Formeln zu öffnen, die oftmals nur Clansangehörige kennen. Die anderen Tore führen zu von Felsen umringten kleinen Plateaus, die nur als Weideland für Ziegen und Schafe genutzt werden und nicht über andere Wege als die durch die Luft oder den Stein zu erreichen sind.<br>
Die fünf unterirdischen Städte der Zwerge wurden nach ihren besonderen Merkmalen benannt. So existieren die unterschiedlich großen Siedlungen Eisentrutz (im Norden), Gemmenfeld (im Süden), Essenheim (im Westen), Kupfertal (nahe des Kupfersteins) und Marmorstadt (Hauptstadt, nördlich). Neben diesen Namen gibt es noch weitere für bestimmte Stollenabschnitte oder festliche Hallen und Säle, aber auch die verschiedenen Bereiche der sechs Clans. Doch keinem Zwerg würde in den Sinn kommen, das einem Fremden zu erzählen.<br>
Das Gebirge an sich zeichnet sich durch weite Gebiete mit großen Erzvorkommen, wie z.B. Kupfer, Blei und Gold, aus. Aber wie erwähnt, gibt es auch Edelsteinminen. <br>
Unbrauchbare Stollen werden zuweilen mit abgetragenem Geröll wieder aufgeschüttet.
<br>

==Siehe auch==
[[Balamar]]<br>

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